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Beteiligung Kinder und Jugendliche

Wenn wir den Kindern und Jugendlichen Beteiligungsmöglichkeiten öffnen, teilen die Leitung und MitarbeiterInnen ihre „Macht“ (Partizipation). Dies machen wir auf verschiedenen Ebenen: wir informieren, wir bitten um ihre Meinung, wir handeln mit ihnen gleichberechtigt Dinge aus, wir lassen Kinder und Jugendliche selbst bestimmen. Gewohntes hinterfragen wir (Was ist noch möglich?), Ausnahmen und Einschränkungen müssen wir gut begründen können. Beteiligung ist für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Bereich, um bedeutsam und wirksam zu sein. Hier lernen sie ihre Rechte angemessen und bestimmt einzufordern und einen Umgang mit den Interessen anderer zu finden.

Die Kinder und Jugendlichen werden weitestgehend an Prozessen und Strukturen in St. Joseph beteiligt, die sie betreffen. Das können Dinge sein, die nur für sie selbst wichtig sind, die die Gruppe betreffen oder etwas mit der Einrichtung zu tun haben. Die Kinder und Jugendlichen können sich mit ihren Ideen und Vorschlägen jederzeit an alle MitarbeiterInnen und an die Leitung wenden. Daneben gibt es aber auch regelmäßige Gelegenheiten für Beteiligung, damit diese von den Kindern und Jugendlichen eingefordert werden können.

Hilfeplangespräche und Gespräche mit der BezugsbetreuerIn

Die Kinder und Jugendlichen können ihre Anliegen beim Hilfeplangespräch – und auch zwischendurch – mit dem für sie zuständigen Jugendamt besprechen. Dabei werden sie von ihren BetreuerInnen aktiv unterstützt (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung). Die BezugsbetreuerInnen bieten den Kinder und Jugendlichen regelmäßige und verlässliche Termine für persönlichen Austausch an. Themen sind z.B.: allein Kleidung einkaufen gehen, Zimmer tauschen, Beurlaubungsregelung ändern, Ausnahmen bekommen, Einzelaktion planen.

Gruppenbesprechungen und GruppensprecherInnen

Die Kinder und Jugendlichen haben wöchentlich, mindestens aber 14tgl. eine Gruppenbesprechung, in der sie ihre Anliegen vortragen können. In der Tagesgruppe und Kindergruppe gibt es daneben auch tägliche Runden. Die Kinder und Jugendlichen werden an Vorbereitung, Moderation und Dokumentation der Gespräche beteiligt. In ihren Gruppen/Bereichen haben die Kinder und Jugendlichen von Ihnen gewählte GruppensprecherInnen, die gemeinsam mit ihnen ihre Interessen gegenüber der Gruppe, dem Team und der Leitung vertreten. Themen sind z.B.: Planung von Unternehmungen, Gestaltung der Gruppenräume, Klärung von Konflikten, Anschaffungen, Gruppenregeln.

kiju-Rat und Vorstand

Der kiju-Rat ist das höchste Beteiligungsgremium für Kinder und Jugendliche in St. Joseph. In ihm arbeiten Kinder und Jugendliche auf Ebene der Einrichtung zusammen. Aus jeder Gruppe nimmt mindestens eine VertreterIn teil, meist die GruppensprecherIn. Der kiju-Rat beschäftigt sich mit Anliegen in und für St. Joseph, die mehrere Gruppen oder alle betreffen. Der kiju-Rat kann eine Vollversammlung aller Kinder/Jugendlicher einberufen. Der kiju-Rat findet monatlich an einem festen Termin im Konferenzraum im Haupthaus statt und hat einen Coach. Die Termine werden im Protokoll (und kurzfristig durch Aushänge) bekannt gegeben. Der kiju-Rat hat sich einen Vorstand aus mindestens zwei Personen gewählt. Der Vorstand vertritt den kiju-Rat nach außen, z.B. gegenüber Gästen bei Festen. Einmal monatlich hat er einen festen Gesprächstermin mit der Einrichtungsleitung. Themen sind z.B.: Gestaltung des Außengeländes, KiJu-Partys, Haus- und Geländeordnung, Anschaffung oder Ausflüge von Spendengeldern, Einrichtung Tanz- und Fitnessraum. Kontakt: kiju-rat(at)st-joseph-jugendhilfe.de

Partizipationsbeauftragter: Marcus Beyer