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Geschichte von St. Joseph

Auf Initiative katholischer HannoveranerInnen und nach Absprache mit der Stadt Hannover wird 1895 das Katholische Säuglings- und Waisenhaus St. Joseph durch das Bistum Hildesheim gegründet. Die Trägerschaft liegt bei den Vinzentinerinnen, sie sind für alle Belange von Erziehung und Haushaltsführung zuständig. 1972 wechselt die Trägerschaft zum Caritasverband der Diözese Hildesheim e.V., pädagogische Fachkräfte übernehmen die Betreuung der Kinder, der Name ändert sich in Caritas Kinderheim St. Joseph. Mit einem erneuten Trägerwechsel 2011 in die Stiftung Kath. Kinder- und Jugendhilfe im Bistum Hildesheim erhält unsere Einrichtung ihren heutigen Namen: St. Joseph Kinder- und Jugendhilfe.

 

Einige Wegmarken in der Geschichte unserer Einrichtung

2017 Das Außengelände erhält einen modernen Multifunktionsplatz (Fußball, Basketball...) und neue Spielgeräte. Einweihung ist zum Sommerfest am letzten Schultag. 

2016 Ein Unterrichtsraum wird in der Tagesgruppe eingerichtet. Hier bietet in Kooperation mit der Tagesgruppe die Ludolf-Wilhelm-Fricke-Schule vormittags eine Intensivpädagogische Lerngruppe an.

2015 Die Mädchengruppe zieht aus dem Haupthaus in ein Haus nach Kleefeld. Ebenfalls dezentral untergebracht sind derzeit zwei Kleinst-WGs für Jugendliche auf dem Weg in die Verselbständigung.

2011 Der kiju-Rat von St. Joseph nimmt seine Arbeit auf. Kinder- und Jugendliche – als VertreterInnen ihrer Gruppen – treffen sich von nun an monatlich. Sie haben einen eigenen Vorstand und vertreten ihre Interessen gegenüber der Einrichtungsleitung.

2011 Die Stiftung Kath. Kinder- und Jugendhilfe im Bistum Hildesheim übernimmt die Trägerschaft für die St. Joseph Kinder- und Jugendhilfe.

2009 Im Zuge der bundesweit von Betroffenen eingeforderten Aufarbeitung von Misshandlungen in Heimeinrichtungen in den 50er und 60er Jahre bietet auch das Caritas Kinder- und Jugendheim St. Joseph Gespräche an. In der Folge nehmen einige ehemalige BewohnerInnen nehmen Kontakt auf und berichten von damalig vielen positiven, aber auch sehr negativen Erfahrungen aus ihrer Zeit im „Kinderheim St. Joseph“.

2005 Die Ambulanten Dienste mit ihrer Tagesstrukturierenden Maßnahme erhalten neue Beratungs- und Gruppenräume.

2003 Die Kindergruppe und Jugendgruppe werden räumlich auf jeweils zwei Etagen erweitert.

1999 Der komplette Eingangsbereich für die Kinder- und Jugendlichen zu ihren Gruppen wird neu gebaut.

1999 Die Tagesgruppe als teilstationäres Hilfeangebot wird eröffnet.

1995 Zum 100. Geburtstag des Hauses gibt es 51 Plätze in Wohngruppen und sechs Plätze im Betreuten Wohnen. Im Caritas Kinder- und Jugendheim St. Joseph arbeiten 40 MitarbeiterInnen, vorwiegend ErzieherInnen.

1982 Die ersten unbegleitet geflüchteten Kinder und Jugendlichen werden mit in den Wohngruppen betreut, sie kommen aus Eritrea.

1976 Das Caritas Kinder- und Jugendheim St. Joseph wird Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der kath. Einrichtungen und Dienste der Heim- und Heilpädagogik.

1972 Der Caritasverband für die Diözese Hildesheim übernimmt die Trägerschaft für das Caritas Kinderheim St. Joseph. Die Einrichtungsleitung wird erstmalig von einem Sozialarbeiter übernommen, in den Wohngruppen arbeiten erstmalig ausschließlich Erzieherinnen. Gruppenübergreifend werden ein Psychologe und eine Stützlehrerin für Fördermaßnahmen eingestellt.

1971 Die Vinzentinerinnen bitten aufgrund ordensinterner Veränderungen um die Annahme der Kündigung ihrer Trägerschaft.

1970 Es erfolgen ein Teilabriss und der Neubau des viergeschossigen Ostflügels. Es gibt nun 60 Plätze in vier Gruppen.

1963 Um „familienähnliche“ Gruppen schaffen zu können, gibt es Um- und Erweiterungsbauten: 80 Kinder leben in fünf Gruppen.

1955 Auch nicht-Waisen werden im – jetzt Kinderheim St. Joseph – betreut. Zur Einrichtung gehört mittlerweile ein Heimkindergarten.

1955 Zum 60. Geburtstag des Hauses arbeiten 14 Schwestern und 45 andere Kräfte in der Betreuung von 175 Kindern.

1945 Inwiefern während des Nationalsozialismus Kinder aus dem Waisenhaus zu Schaden gekommen sind, deportiert oder getötet wurden, ist nicht dokumentiert.

1943 Deutschland führt den Zweiten Weltkrieg. Bei einem Fliegerangriff der Alliierten werden ein Dach und darunter liegende Schlafräume durch Brand zerstört. Bei einem zweiten Angriff stürzt das Nebengebäude mit Wäscherei, Werkstatt und Wohngebäude zusammen.

1926 Die BewohnerInnen werden von Kinderlähmung heimgesucht, fünf Kinder sterben, vier bleiben gelähmt.

1924 Durchschnittlich leben 250 Kinder, davon 50 Säuglinge im Katholischen Säuglings- und Waisenhaus St. Joseph.

1917 Deutschland führt den Ersten Weltkrieg. Von 1917 bis 1924 werden 1318 Kinder aufgenommen.

1914 Eine neue Säuglingsstation wird eröffnet.

1912 Bis zu diesem Jahr wurden bereits insgesamt 1000 Kinder untergebracht.

1908 Eine neue Säuglingsstation wird eröffnet.

1903 Ein neues Wirtschaftsgebäude wird angebaut.

1898 Ein Erweiterungsbau wird errichtet, da bereits jetzt der bisherige Platz nicht reicht.

1895 Das Katholische Säuglings- und Waisenhaus St. Joseph wird gegründet. Die Trägerschaft übernimmt die Kongregation der Barmherzigen Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul. Begonnen wird mit drei Schwestern und einem Kind.

1894 Stadt Hannover und Bistum Hildesheim klären Fragen der schulischen Betreuung der Kinder.

1893 Beendigung des ersten Bauabschnitts (Architekt Hehl), das Waisenhaus ist bezugsfertig.

1892 Gründung des Waisenhauskommitees und Sammlung von 56.000 Mark Spenden.

1886 Kaplan Schreiber beantragt auf Initiative katholischer HannoveranerInnen beim Bischöflichen Generalvikariat die Gründung eines Waisenhauses in Döhren. Aufgrund des steigenden Bedarfs war die bisherige Unterbringung von Waisen in Familien nicht mehr ausreichend.

Südansicht mit altem Ostflügel, Anfang 20. Jhd.

Westansicht mit Bernwardkirche, Anfang 20. Jhd.